Flaggenturm Lung Cu: Reiseführer zum heiligen Norden Vietnams
Inhaltsübersicht
Wenn man von Dong Van aus nach Norden fährt, erheben sich die Kalksteinfelsen wie graue Zähne über den Reisterrassen, während sich die Straße schlängelt, bis schließlich die achteckige Silhouette des Flaggenturms von Lung Cu (Cot Co Lung Cu) am Himmel erscheint. Auf 1.470 Metern Höhe, auf dem Gipfel des Drachenbergs (Nui Rong), markiert er den nördlichsten Punkt Vietnams und trägt eine Flagge von bemerkenswerter Größe: 54 Quadratmeter, entsprechend den offiziellen Volksgruppen des Landes. Lung Cu ist nicht nur ein patriotisches Denkmal am Ende einer schwindelerregenden Straße, sondern auch ein Aussichtspunkt auf einen UNESCO-Geopark, ein Tor zu den Dörfern der Hmong und Lo Lo sowie einer der schönsten Aufstiege in Nordvietnam. Hier finden Sie den vollständigen Reiseführer zur Vorbereitung Ihres Besuchs.
Allgemeiner Überblick über den Flaggenturm von Lung Cu
Der Flaggenturm von Lung Cu (Cot Co Lung Cu) ist eines der drei großen Nationalflaggen-Denkmäler Vietnams, zusammen mit dem der Zitadelle von Hanoi (1812) und dem des Wiedervereinigungspalastes in Ho-Chi-Minh-Stadt. Die heutige Anlage, eingeweiht am 25. September 2010, setzt eine tausendjährige Tradition der Grenzsignalisierung fort, die auf die Feldzüge des Generals Ly Thuong Kiet gegen das Song-Reich im 11. Jahrhundert zurückgeht. Der Turm ragt 33,15 Meter hoch auf dem Gipfel des Drachenbergs in der Gemeinde Lung Cu, Distrikt Dong Van, nur 3,3 Kilometer Luftlinie von der chinesischen Grenze entfernt.
Wo befindet sich Cot Co Lung Cu und wie gelangt man dorthin?
Der Turm steht im Herzen des UNESCO-Geoparks Dong Van, im äußersten Norden Vietnams. Die Anreise erfordert etwas Geduld, doch jeder zurückgelegte Kilometer ist Teil des Erlebnisses.
- Adresse: Gipfel des Drachenbergs, Gemeinde Lung Cu, Distrikt Dong Van, Provinz Ha Giang
- Entfernung von Hanoi: 470 km auf der Straße, 9 bis 10 Stunden mit dem Nachtbus oder Privatwagen
- Entfernung von Ha Giang Stadt: 160 km über die Nationalstraße QL4C, 4 bis 5 Stunden durch Pässe und ethnische Dörfer
- Entfernung von Dong Van: 25 km über die Straße DT176, etwa 50 Minuten mit dem Auto
- Empfohlene Route: Hanoi → Ha Giang mit dem Nachtbus, dann Ha Giang → Dong Van mit Stopps in Quan Ba (Himmelstor), Yen Minh und dem Tal von Sung La
- Grenzgenehmigung: seit 2018 für ausländische Reisende obligatorisch (250.000 VND, Bearbeitungszeit 24 Stunden, bei Ihrer Reiseagentur oder beim Büro für öffentliche Sicherheit in Ha Giang zu beantragen)
- Vom Parkplatz zum Gipfel: 839 Stufen in drei Abschnitten, getrennt durch zwei überdachte Rastplätze, oder optionaler Elektro-Shuttle (15.000 VND)
Preise und Öffnungszeiten 2026
- Eintritt: 25.000 VND pro Erwachsenem (ca. 1 EUR), kostenlos für Kinder unter 1,30 m
- Elektro-Shuttle hin und zurück: 15.000 VND (reduziert den Aufstieg auf etwa 200 Stufen)
- Parkgebühr: 10.000 VND für Motorräder, 30.000 VND für Autos
- Öffnungszeiten: täglich von 8:00 bis 17:00 Uhr geöffnet, ohne Mittagspause
- Besuchsdauer: 1,5 bis 2 Stunden einschließlich Turmbesteigung und Panoramablick
⏰ Unser Tipp: Planen Sie Ihre Ankunft zwischen 8:00 und 9:00 Uhr, um das goldene Morgenlicht zu genießen, die Wolken, die noch an den Karstfelsen hängen, und weniger Besucher. Die vietnamesischen Pilgergruppen treffen in der Regel nach 10:00 Uhr ein.
Steckbrief des Denkmals
- Höhenlage: 1.470 Meter auf dem Gipfel des Drachenbergs
- Turmhöhe: 33,15 Meter, achteckiger Sockel aus Granit
- Nationalflagge: 9 m lang und 6 m breit, also 54 Quadratmeter als Symbol für die 54 Volksgruppen Vietnams
- Außendekoration: 8 Bronzetrommeln nach dem Vorbild der Dong-Son-Kultur und 8 Steinreliefs, die Episoden der Nationalgeschichte erzählen
- Stufen: 839 Außenstufen verteilt auf 3 Ebenen, plus 140 spiralförmige Innenstufen bis zur Plattform unter der Flagge
- Einweihung: 25. September 2010, zum Tausendjahr-Jubiläum von Hanoi
- Klassifizierung: vietnamesisches Nationaldenkmal seit 2009
- Besucherzahlen: über 500.000 Besucher pro Jahr, mehrheitlich Vietnamesen
Fünf gute Gründe, Lung Cu in Ihre Reiseroute aufzunehmen
Lung Cu liegt mehrere hundert Kilometer von Hanoi entfernt: Die Anreise muss sich lohnen. Fünf überzeugende Gründe rechtfertigen die Reise für deutschsprachige Besucher.

- Das einzigartige Gefühl, die Nordgrenze Vietnams zu berühren. Am Horizont sind bei klarem Wetter die ersten Berge des chinesischen Yunnan sichtbar. Für Vietnamesen gleicht die Besteigung des Turms einer patriotischen Pilgerreise. Für ausländische Reisende ist es die seltene Gelegenheit zu spüren, was eine Grenze in einem Land bedeutet, das so viele davon umkämpft hat
- Eines der spektakulärsten Panoramen Südostasiens. Auf dem Gipfel umfasst der 360-Grad-Blick das Karstplateau von Dong Van, seit 2010 UNESCO-Geopark, die von den Hmong geformten Reisterrassen und die Windungen des Nho Que Flusses, der den tiefsten Canyon des Landes gegraben hat

- Eine direkte Begegnung mit den Volksgruppen der Lo Lo und Hmong. Am Fuß des Turms beherbergt das Dorf Lo Lo Chai etwa hundert Familien einer Volksgruppe, die in ganz Vietnam nur 4.500 Menschen zählt. Lehmhäuser mit gelber Fassade, Webwerkstätten, Familienaltäre: ein intaktes Kulturerbe
- Die Schlüsseletappe der Ha Giang Schleife. Der Roadtrip Ha Giang erscheint regelmäßig in den Rankings der schönsten Straßen Asiens. Lung Cu ist dessen geografischer und symbolischer Höhepunkt, der in der Regel am dritten Tag eingeplant wird
- Ein außergewöhnliches saisonales Erlebnis. Je nach Monat durchqueren Sie rosafarbene Buchweizenfelder (tam giac mach), blühende Pflaumen- und Pfirsichbäume, goldene Reisfelder zur Erntezeit oder gelbe Senffelder. Jede Jahreszeit zeichnet dieselbe Strecke neu
Geschichte von Cot Co Lung Cu: tausend Jahre Grenzverteidigung
Der Flaggenturm von Lung Cu ist kein modernes Bauwerk, das erst kürzlich am Rande der Leere errichtet wurde. Er setzt eine Tradition der Grenzmarkierung fort, die bis ins 11. Jahrhundert zurückreicht und alle Epochen der vietnamesischen Geschichte durchlaufen hat.
Der Mast von Ly Thuong Kiet (11. Jahrhundert)
Der Überlieferung zufolge geht der erste Mast auf General Ly Thuong Kiet zurück, der zwischen 1075 und 1077 einen Präventivfeldzug gegen das Song-Reich im Süden Chinas führte. Nach den königlichen Chroniken des Dai Viet soll er auf dem Gipfel des Drachenbergs einen Kiefernmast aufgestellt und dort ein Kampfbanner gehisst haben, um die Nordgrenze des Reiches zu markieren. Kein archäologischer Fund bestätigt diesen Ursprung, doch die Erzählung bleibt tief im patriotischen Gedächtnis Vietnams verankert und verleiht dem Ort seine heilige Dimension.
Von der Kolonialzeit zu den modernen Umbauten
Die erste nachweisbare permanente Struktur stammt aus dem Jahr 1887, als die französische Kolonialverwaltung einen Mast errichtete, um die Grenze Indochinas nach dem französisch-chinesischen Grenzabkommen zu markieren. Nach 1954 wurde der Standort von der jungen Demokratischen Republik Vietnam wieder in Besitz genommen. 1978 wurde ein neuer 12 Meter hoher Holzmast aufgestellt, um den Sieg im kurzen chinesisch-vietnamesischen Grenzkrieg zu feiern. Zwei Renovierungen folgten 1992 und 2000.
2002 wich der Mast einem echten 20 Meter hohen Turm mit hexagonalem Sockel, verziert mit sechs Reliefs nach dem Vorbild der Dong-Son-Bronzetrommeln. Bei dieser Gelegenheit erhielt die Flagge erstmals ihre symbolische Größe von 54 Quadratmetern.
Der heutige achteckige Turm (2010)
Das aktuelle Bauwerk wurde am 25. September 2010 anlässlich des Tausendjahr-Jubiläums der Gründung von Thang Long eingeweiht. Entworfen von Architekten des vietnamesischen Bauministeriums, wuchs der Turm von 20 auf 33,15 Meter, sein Sockel wurde achteckig (als Hommage an den Flaggenturm der Zitadelle von Hanoi), und die Dekoration wurde um acht Trommeln und acht zusätzliche Reliefs erweitert. Seit 2009 als Nationaldenkmal eingestuft, empfängt der Standort heute über 500.000 Besucher pro Jahr.
Beste Aktivitäten am Cot Co Lung Cu
Über die Betrachtung der im Wind flatternden Flagge hinaus bietet Lung Cu mehrere Erlebnisse, die abenteuerlustige deutschsprachige Reisende nicht verpassen sollten. Von der sportlichen Herausforderung des Aufstiegs bis zum eigentlichen nördlichsten geografischen Punkt hier neun Aktivitäten für Ihren Besuch.
Die Herausforderung der 839 Stufen (oder der letzten 200 Stufen)

Der Weg beginnt mit einer steinernen Treppe, die in drei Abschnitte unterteilt ist, getrennt durch zwei überdachte Rastplätze. Die Steigung ist deutlich, aber rhythmisch gegliedert: An jedem Rastplatz hält man an, atmet durch und blickt zurück auf das sich weitende Panorama. Vietnamesen, die als Pilger aufsteigen, beten leise am Altar auf dem ersten Rastplatz. Für Reisende, die es gemächlicher angehen möchten, überwindet der Elektro-Shuttle zwei Drittel des Höhenunterschieds in fünf Minuten und reduziert den Aufstieg auf etwa 200 letzte Steinstufen. Unser Vorschlag: Steigen Sie zu Fuß auf, nehmen Sie den Shuttle für den Abstieg, um Ihre Knie zu schonen.
Kosten: kostenlos zu Fuß, 15.000 VND hin und zurück für den Elektro-Shuttle.
Tipps: Trinken Sie regelmäßig, legen Sie an jedem überdachten Rastplatz eine Pause ein und tragen Sie gute Wanderschuhe (keine Flip-Flops).
Am Fuß der Flagge der 54 Volksgruppen

Sobald Sie den Turm erreicht haben, blicken Sie nach oben. Auf der Spitze eines 12,9 Meter hohen Stahlmasts flattert die vietnamesische Nationalflagge im Wind. Ihre 54 Quadratmeter (9 m x 6 m) symbolisieren die 54 offiziell anerkannten Volksgruppen Vietnams. Die Flagge ist dem Nordwind so stark ausgesetzt, dass sie alle zwei bis drei Monate ausgetauscht werden muss; für jeden Wechsel werden fünf Soldaten mobilisiert. In einer Vitrine im Erdgeschoss wiegt eine abgenutzte Flagge über 4 kg.
Die einzigartige achteckige Architektur bewundern

Der Turm von Lung Cu ist nicht nur ein Flaggenmast: Er ist auch ein architektonisches Kunstwerk, inspiriert vom Cot Co der Zitadelle von Hanoi (1812). Sein achteckiger Granitsockel ist von acht Bronzetrommeln umgeben, gegossen nach dem Vorbild der rituellen Dong-Son-Trommeln (1. Jahrtausend v. Chr.). Ihr Spiralmuster, das bereits vor 2.500 Jahren auf Grabvasen in Nordvietnam zu finden war, zeugt von einer außergewöhnlichen kulturellen Kontinuität. Daneben erzählen acht von Steinmetzen aus Ninh Binh gefertigte Steinreliefs die Gründungsepisoden der Nation: die Hung-Könige, Ly Thuong Kiet, Le Loi, die August-Revolution 1945. Am Fuß der Flagge zu stehen gehört zu den emotional aufgeladensten Momenten des Besuchs.
Kosten: im Eintrittspreis enthalten (25.000 VND).
Tipps: Besuchen Sie den Turm früh morgens oder am späten Nachmittag, um Gruppen zu vermeiden; ein deutschsprachiger Reiseführer oder Audioguide hilft, die Reliefs zu entschlüsseln und ihre historische Bedeutung zu erfassen.
Das 360-Grad-Panorama vom Turmgipfel genießen

Im Inneren des Turms führt eine Wendeltreppe mit 140 Stufen zur Plattform direkt unter der Flagge. Von dort öffnet sich der 360-Grad-Blick auf den Geopark Dong Van: von der Erosion geformte Karstfelsen, Reisterrassen der Nachbardörfer Lo Lo Chai und Then Pa sowie die ersten Berge der chinesischen Provinz Yunnan am nördlichen Horizont. Dies ist der Höhepunkt des Besuchs, der allein den Aufstieg rechtfertigt.
Kosten: im Eintrittspreis enthalten (25.000 VND).
Tipps: Steigen Sie am späten Vormittag (10:00-11:00 Uhr) oder am späten Nachmittag hinauf, um das beste Licht zu nutzen; bringen Sie ein Fernglas mit, wenn Sie die nummerierten Grenzsteine erkennen möchten; prüfen Sie das Wetter, da winterlicher Nebel die Sicht häufig einschränkt.
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Was kann man rund um den Flaggenturm von Lung Cu unternehmen?
Das Karstplateau von Dong Van, seit 2010 UNESCO-Geopark, erstreckt sich rund um den Turm über 2.356 km². Für deutschsprachige Reisende stechen sechs Etappen als die eindrucksvollsten in einem Radius von 50 Kilometern hervor, vom benachbarten Lo-Lo-Dorf bis zu den Schluchten des Nho Que Flusses. Weitere lokale Sehenswürdigkeiten verdienen einen Abstecher, wenn Sie Zeit haben: die Drachenaugen (Mat Rong) am Fuß des Turms, der periodische Markt von Lung Cu, das Tal von Sung La mit dem Pao-Haus, der Markt von Meo Vac am Sonntag und der Grenzstein 428, der den eigentlichen nördlichsten geografischen Punkt Vietnams markiert.
Das Dorf Lo Lo Chai (1 km)
Fünf Autominuten (oder dreißig Gehminuten durch die Reisfelder) entfernt beherbergt das Dorf Lo Lo Chai etwa hundert Familien der Volksgruppe Lo Lo, einer der kleinsten Minderheiten Vietnams (insgesamt 4.500 Menschen). Die gelben Lehmhäuser mit Tonziegeldächern bilden ein seltenes, noch weitgehend intaktes architektonisches Erbe. Mehrere Familien empfangen Reisende in Homestays: Für 200.000 bis 300.000 VND pro Nacht (Mahlzeiten inklusive) teilen Sie das Abendessen am Herd und hören Lo-Lo-Gesänge, die seit Generationen mündlich weitergegeben werden.

Kosten: freier Rundgang kostenlos, Homestay 200.000-300.000 VND pro Nacht, gemeinsame Mahlzeiten inklusive.
Tipps: Respektieren Sie die örtlichen Bräuche (Schuhe ausziehen beim Betreten der Häuser); bitten Sie um Erlaubnis, bevor Sie Frauen in Tracht fotografieren; einige Handwerksboutiquen verkaufen handbestickte Stücke zu fairen Preisen.
Das Karstplateau von Dong Van, UNESCO-Geopark

Das Karstplateau von Dong Van, UNESCO-Geopark
Am 3. Oktober 2010 zum UNESCO-Geopark erklärt, erstreckt sich das Karstplateau von Dong Van über 2.356 km² in vier Distrikten (Quan Ba, Yen Minh, Dong Van und Meo Vac) und bildet den geologischen Kontext des Flaggenturms von Lung Cu. Seine Kalksteinformationen, datiert auf 400 bis 600 Millionen Jahre, beherbergen siebzehn ethnische Minderheiten. Von Lung Cu aus führt die Panoramastraße hinunter nach Dong Van und dann nach Meo Vac durch die spektakulärsten Landschaften Südostasiens: isolierte Karstfelsen, enge Täler, terrassierte Hänge und an Berghängen klebende Hmong-Weiler.
Kosten: keine Mautgebühr für die Durchquerung des Plateaus; Eintrittspreise der einzeln besuchten Stätten.
Tipps: Planen Sie mindestens zwei volle Tage ein, um den Geopark vollständig zu entdecken; ein Privatwagen mit erfahrenem Fahrer wird dringend empfohlen; nehmen Sie ganzjährig Fleecejacke und Windjacke mit, da die Höhenlage zwischen 1.000 und 1.600 Metern schwankt.
Die Altstadt von Dong Van (25 km südlich)

25 Kilometer entfernt bewahrt die Altstadt von Dong Van etwa hundert traditionelle Häuser der Hmong, Tay und Hoa aus dem 19. Jahrhundert mit Tonziegeldächern und gelben Lehmfassaden. Der Sonntagmorgenmarkt ist einer der farbenprächtigsten Vietnams: Die Volksgruppen der Hmong, Lo Lo, Pu Peo, Giay und Dao treffen sich hier zum Verkauf von Vieh, Textilien und Heilkräutern. Das Cafe-Restaurant Pho Co Cafe, in einem alten Haus untergebracht, ist der bevorzugte Mittagsstopp für deutschsprachige Reisende, bevor es weiter zum Pass Ma Pi Leng geht.
Kosten: freier Rundgang kostenlos; Mittagessen 100.000 bis 150.000 VND pro Person.
Tipps: Planen Sie Ihre Durchreise am Samstagabend/Sonntagmorgen für den Markt; Übernachtung in mehreren kleinen Familienhotels ab 30 EUR pro Nacht (Lam Tung Hotel, Plateau Hotel).
Die Residenz des Hmong-Königs in Sa Phin (35 km)

Die Residenz von Vuong Chinh Duc, dem sogenannten „König der Hmong“, wurde zwischen 1898 und 1903 im Tal von Sa Phin erbaut. Als kuriose Mischung aus chinesischer Architektur und französischem Stil beherbergte sie den Chef des Opium-Kartells, das die Region während der französischen Kolonialzeit beherrschte. Für deutschsprachige Reisende ist das Interesse doppelt: die Geschichte des Opiums in Indochina und die einzigartige architektonische Mischung. 2004 restauriert, kann das Haus mit einem Kommentar der Nachfahren der Familie besichtigt werden.
Kosten: 20.000 VND pro Person (ca. 0,75 EUR).
Tipps: 30 Minuten genügen für die Besichtigung; kombinieren Sie den Besuch mit dem benachbarten Tal von Sung La (5 km), in dem sich das alte Pao-Haus befindet, berühmt seit dem vietnamesischen Film „Die Geschichte von Pao“ (2006).
Der Pass Ma Pi Leng (45 km südöstlich)

Der Ma Pi Leng gilt als einer der „vier großen Pässe“ Nordvietnams und schlängelt sich über 20 Kilometer auf 1.200 bis 1.400 Metern Höhe über dem Canyon des Nho Que Flusses. Das Panorama vom frei zugänglichen offiziellen Aussichtspunkt gehört zu den beeindruckendsten des Landes. Die Straße, Duong Hanh Phuc (Straße des Glücks) genannt, wurde zwischen 1959 und 1965 von 1.300 jungen Freiwilligen aus sechzehn verschiedenen Volksgruppen von Hand gebaut: Ein Steinmemorial erinnert an die vierzehn beim Bau ums Leben gekommenen Arbeiter.
Kosten: freie und kostenlose Durchfahrt (Nationalstraße); Panorama-Aussichtspunkt kostenlos, optionaler privater Ma Pi Leng Skywalk 50.000-100.000 VND.
Tipps: Fahren Sie den Pass morgens, um die Sonne im Rücken zu haben; halten Sie an allen offiziellen Aussichtspunkten; Sonnenauf- und Sonnenuntergang über dem Canyon sind die fotogensten Momente.
Der Canyon des Nho Que Flusses per Boot
30 Minuten unterhalb des Passes Ma Pi Leng ermöglicht die Anlegestelle von Tu San eine einstündige Fahrt in einem kleinen Motorboot durch den Canyon. Die Kalksteinklippen ragen bis zu 800 Meter über das smaragdgrüne Wasser empor, in einem der tiefsten Flusstäler Südostasiens. Es ist das friedlichste und kontemplativste Erlebnis der Reise nach Ha Giang, das von klassischen Rundreisen noch kaum besucht wird.

Kosten: 150.000 VND pro Person für die Bootsfahrt (ca. 5,50 EUR), Dauer 1,5 Stunden hin und zurück.
Tipps: Starten Sie morgens vor 10:00 Uhr, da nachmittags der Wind aufkommt und das Wasser unruhig wird; die Abfahrt zur Anlegestelle vom Pass dauert 45 Minuten über eine kurvenreiche Straße; nehmen Sie eine Windjacke mit, es ist am Grund des Canyons immer kühl.
Beste Reisezeit für Lung Cu
Ha Giang ist eine Region, in der die Jahreszeit über alles andere bestimmt. Dieselbe Straße, im Abstand von sechs Monaten fotografiert, bietet zwei radikal unterschiedliche Landschaftsbilder. Hier die besten Reisezeiten je nach Ihren Wünschen.
| Zeitraum | Landschaft | Temperatur | Unser Tipp |
|---|---|---|---|
| Oktober bis November | Rosa blühender Buchweizen (tam giac mach) | 15-22 °C | Hauptsaison, empfehlenswert |
| Januar bis Februar | Blühende Pflaumen- und Pfirsichbäume | 8-15 °C, kühl | Ausgezeichnet, Fleece und Windjacke einpacken |
| März bis April | Gelbe Senffelder, Frühlingsnebel | 14-22 °C, angenehm | Fotogene Atmosphäre bei Sonnenaufgang |
| Mai bis Juni | Wasserfälle auf Hochstand, bewässerte Reisfelder | 20-28 °C | Gut, nachmittags Regenschauer möglich |
| Juli bis August | Monsun, häufige Erdrutsche | 22-30 °C, feucht | Zu vermeiden, Straßen teilweise gesperrt |
| September | Goldene Reisfelder vor der Ernte | 20-28 °C | Ideal für Fotografen |
🎉 Das Festival zum Vormerken: Das Buchweizenfest (Le hoi hoa tam giac mach) findet jedes Jahr in Dong Van in der ersten Novemberhälfte statt. Erweiterte ethnische Märkte, Umzüge in traditioneller Tracht, Hmong-Musikkonzerte: Die gesamte Region kommt in Bewegung.
⚠ Zu vermeiden: An vietnamesischen Feiertagen (30. April-1. Mai, 2. September) strömen patriotische Besucher, was die Wartezeiten am Fuß des Turms verdreifachen kann.
Wo kann man in der Nähe von Lung Cu essen?
Die Küche des Dong Van Plateaus ist einzigartig in Vietnam: Geprägt von den Volksgruppen der Hmong und Lo Lo, geformt durch die Winterkälte und die Knappheit des Ackerlandes, basiert sie auf Mais, Büffel und Getreidealkohol. Einige Spezialitäten zum Probieren, idealerweise in Dong Van, da es am Standort selbst keine Gastronomie gibt.

Thang Cô (Eintopf aus Pferdefleisch und Innereien)
- Thang co: Der emblematische Eintopf von Ha Giang, aus Pferde- oder Büffelfleisch und -innereien, geschmort mit einem Dutzend lokaler Gewürze. Wird auf den ethnischen Märkten in großen Schüsseln serviert. Rechnen Sie mit 60.000 bis 80.000 VND
- Men men: Gedämpfter Maiscouscous, Alltagsgericht der Hmong, bei denen Mais in den Höhenlagen traditionell den Reis ersetzt. Wird mit gegrilltem Schweinefleisch oder gebratenem Gemüse serviert
- Ruou ngo: Hausdestillierter Maisschnaps mit 30 bis 50 % Alkohol. Es ist der Willkommensschnaps in den Dörfern; Ablehnen gilt als unhöflich, aber ein kleiner Schluck genügt
- Banh cuon trung: Reismehlcrêpe mit geschlagenem Ei gefüllt, morgendliche Spezialität von Dong Van, auf dem Sonntagsmarkt zu genießen. Rechnen Sie mit 25.000 bis 35.000 VND
- Pho Hmong: Lokale Version des Pho mit getrocknetem Büffelfleisch und Wildkräutern aus den Höhenlagen
- Xoi ngu sac: Fünffarbiger Klebreis, mit natürlichen Pflanzenfarben gefärbt, besonders bei Lo-Lo-Festen serviert.
- Banh tam giac mach: Rustikaler kleiner Kuchen aus Buchweizenmehl, das auf den felsigen Hochebenen von Ha Giang angebaut wird. Leicht gesüßt, mit Aroma gerösteter Getreide, wird er warm an den Ecken der ethnischen Märkte genossen, besonders während der Saison der Buchweizenblüten zwischen Oktober und Dezember.
Für Reisende, die vor Ort zu Abend essen möchten, sind zwei Adressen in Dong Van empfehlenswert: das Familienrestaurant Lam Tung in der Altstadt (Hmong-Hausmannskost, 100.000 bis 150.000 VND pro Person) und das Cafe-Restaurant Cao Nguyen Da am zentralen Platz (internationalere Küche, Blick auf den Markt).
Tipps der Einheimischen für einen gelungenen Besuch
Hier sind die Ratschläge, die unser lokales Team und die Einwohner von Dong Van deutschsprachigen Reisenden vor dem Aufstieg geben.
- Bitten Sie um Erlaubnis, bevor Sie Hmong- und Lo-Lo-Frauen fotografieren. Viele stimmen gerne zu, manche bitten um ein kleines Trinkgeld (10.000-20.000 VND), andere lehnen ab. Die Geste des Fragens wird in jedem Fall geschätzt
- Vermeiden Sie die Mittagsstunden am Turm. Das Licht ist hart, vietnamesische Touristengruppen treffen gegen 11:00 Uhr ein und die Sonne brennt auf die schattenlosen Stufen. Bevorzugen Sie 8:00-10:00 oder 15:00-16:00 Uhr
- Fotografieren Sie die Flagge von der Rückseite des Turms (Nordseite). Von dieser Seite ist die chinesische Grenze sichtbar und die Komposition am eindrucksvollsten. Die meisten Touristen begnügen sich mit der banaleren Südseite
- Verlassen Sie niemals die markierten Wege in Grenznähe. Steinstelen markieren die Grenze, aber einige bewaldete Gebiete enthalten noch nicht explodierte Sprengkörper aus dem Grenzkrieg von 1979
- Bringen Sie Bargeld in kleinen Scheinen mit. Geldautomaten gibt es ab Yen Minh (80 km südlich) nicht mehr. Halten Sie Scheine von 10.000 und 20.000 VND für Trinkgelder und Opfergaben bereit
- Wenn Sie in Lo Lo Chai übernachten, teilen Sie das Abendessen. Die Familien empfangen Sie oft an einem gemeinsamen Tisch mit ihren Nachbarn. Es ist die Gelegenheit, den ruou ngo zu probieren und die mündlich weitergegebenen traditionellen Gesänge zu hören.
- Kleiden Sie sich wie im Winter, selbst im Mai. Der Wind auf dem Turmgipfel lässt die gefühlte Temperatur immer 4 bis 8 °C unter die des Flachlands sinken. Eine Fleecejacke und eine Windjacke sind das ganze Jahr über unentbehrlich
- Beantragen Sie die Grenzgenehmigung 48 Stunden im Voraus. Wenn Sie ohne Reiseagentur in Ha Giang ankommen, gehen Sie zum Büro für öffentliche Sicherheit (12 Tran Hung Dao) mit Reisepass und 250.000 VND. Offizielle Bearbeitungszeit: 24 Stunden, rechnen Sie aber in der Hochsaison mit einem zusätzlichen Werktag
- Versuchen Sie, mindestens einmal zu Fuß aufzusteigen. Der Elektro-Shuttle vereinfacht den Zugang, lässt aber einen Teil des Erlebnisses ausfallen: die Altäre am ersten Rastplatz, die pilgernden Hmong, das sich schrittweise weitende Panorama. Der Weg zählt ebenso viel wie das Ziel
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