Vietnamesisches Röhrenhaus: Warum sind Häuser in Vietnam so lang und schmal?

Jedes Land besitzt charakteristische Bauformen, die viel über seine Geschichte, sein Klima und die Lebensweise seiner Bewohner erzählen. In Vietnam gehört das vietnamesische Röhrenhaus, auf Vietnamesisch Nhà ống, zu den auffälligsten Beispielen der städtischen Architektur.

Wer durch Hanoi, Ho-Chi-Minh-Stadt oder andere vietnamesische Städte spaziert, entdeckt zahlreiche Häuser mit einer sehr schmalen Fassade. Hinter dem kleinen Eingang erstrecken sie sich weit nach hinten und häufig über mehrere Etagen in die Höhe.

Doch warum sind Häuser in Vietnam so lang und schmal? Die Antwort liegt nicht nur in einer einzelnen historischen Steuerregel. Die besondere Bauform entstand aus dem Zusammenspiel von schmalen Grundstücken, Handel, wachsender Bevölkerungsdichte und dem Wunsch, möglichst viel Wohnfläche auf begrenztem Raum zu schaffen.

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Was ist ein vietnamesisches Röhrenhaus?

Ein vietnamesisches Röhrenhaus ist ein städtisches Wohnhaus mit einer schmalen Straßenfassade und einem deutlich längeren Grundriss. Von oben betrachtet erinnert seine Form an eine lange Röhre, woraus sich die deutsche Bezeichnung ableitet.

Typische Merkmale sind:

  • eine schmale Fassade;
  • ein langes und tiefes Grundstück;
  • mehrere übereinanderliegende Etagen;
  • direkt angrenzende Nachbarhäuser;
  • Wohn- und Geschäftsräume unter einem Dach;
  • Innenhöfe oder Lichtschächte für Tageslicht und Belüftung.

Diese Hausform ist besonders in dicht bebauten Stadtvierteln verbreitet. In der Altstadt von Hanoi können historische Röhrenhäuser teilweise bis zu einer rückwärtigen Gasse oder einer zweiten Straße reichen. Der vordere Gebäudeteil diente traditionell häufig als Geschäft oder Werkstatt, während sich dahinter Wohnbereiche und offene Innenhöfe befanden.

Moderne Röhrenhäuser besitzen oft drei, vier oder noch mehr Etagen. Die vertikale Bauweise ermöglicht es, die nutzbare Wohnfläche zu vergrößern, ohne ein breiteres Grundstück zu benötigen.

Warum sind Häuser in Vietnam so lang und schmal?

Die ungewöhnliche Form der vietnamesischen Röhrenhäuser lässt sich durch mehrere historische, wirtschaftliche und praktische Faktoren erklären.

Schmale Grundstücke entlang der Handelsstraßen

In traditionellen Handelsvierteln war ein Zugang zur Straße besonders wertvoll. Händler benötigten eine Fassade, um Waren anzubieten, Kunden zu empfangen und ihre Werkstätten zu betreiben.

Damit möglichst viele Familien einen direkten Zugang zur Straße erhielten, wurden Grundstücke schmal zugeschnitten und weit nach hinten verlängert. So entstanden lange Parzellen, auf denen sich Wohnen, Arbeiten und Lagern miteinander verbinden ließen.

Diese Verbindung von Wohnhaus und Geschäft prägt bis heute viele Straßen in Hanoi und Ho-Chi-Minh-Stadt.

Die Erzählung von der Fassadensteuer

Häufig wird erklärt, dass Grund- oder Gebäudesteuern früher nach der Breite der Straßenfassade berechnet wurden. Eine schmale Fassade hätte demnach eine geringere Steuer bedeutet, während die Tiefe des Hauses kaum berücksichtigt worden sei.

Diese Erklärung ist in Vietnam weit verbreitet und könnte die Entwicklung bestimmter schmaler Hausformen zusätzlich begünstigt haben. Sie sollte jedoch nicht als alleinige Ursache dargestellt werden. Historische Röhrenhäuser existierten bereits vor beziehungsweise zu Beginn der französischen Kolonialzeit, und ihre Entwicklung hängt ebenso mit Handel, Grundstücksteilung und urbaner Verdichtung zusammen.

Hohe Grundstückspreise und wachsende Städte

Mit der zunehmenden Urbanisierung wurde Bauland in den Stadtzentren immer knapper und wertvoller. Ein schmales Grundstück bot vielen Familien die Möglichkeit, weiterhin in der Nähe von Märkten, Arbeitsplätzen und wichtigen Verkehrswegen zu wohnen.

Statt in die Breite wurde deshalb in die Höhe gebaut. Zusätzliche Etagen schaffen Platz für Schlafzimmer, Badezimmer, Gemeinschaftsräume und gewerblich genutzte Flächen.

Das Röhrenhaus ist damit eine praktische Antwort auf hohe Grundstückspreise und die dichte Bebauung vietnamesischer Städte.

Wohnen und Arbeiten an einem Ort

Viele vietnamesische Familien nutzen das Erdgeschoss ihres Hauses für geschäftliche Zwecke. Dort befinden sich beispielsweise:

  • ein Café;
  • ein kleines Restaurant;
  • eine Apotheke;
  • ein Lebensmittelgeschäft;
  • eine Schneiderei;
  • ein Friseursalon;
  • eine Reparaturwerkstatt;
  • ein Büro oder eine Praxis.

Die Familie wohnt in den oberen oder hinteren Bereichen des Gebäudes. Diese Kombination spart Mietkosten und ermöglicht es, das Geschäft direkt vom eigenen Zuhause aus zu führen.

Wie entstand das vietnamesische Röhrenhaus?

Die Wurzeln des Röhrenhauses liegen in den historischen Geschäfts- und Handwerkervierteln vietnamesischer Städte.

Besonders deutlich ist diese Entwicklung in der Altstadt von Hanoi zu erkennen. Dort waren viele Straßen bestimmten Handwerken oder Waren gewidmet. Händler verkauften ihre Produkte im vorderen Teil des Hauses, während sich Werkstätten, Lager, Küchen und Wohnräume weiter hinten befanden.

Zwischen den einzelnen Gebäudeteilen lagen häufig kleine offene Höfe. Sie sorgten für Licht, Luft und eine räumliche Trennung zwischen geschäftlichen und privaten Bereichen.

Viele heute erhaltene historische Röhrenhäuser in Hanoi stammen aus dem späten 19. oder frühen 20. Jahrhundert. Die Grundform ist jedoch älter und entwickelte sich über einen längeren Zeitraum aus städtischen Wohn- und Geschäftshäusern.

Nach den wirtschaftlichen Reformen ab 1986 entstanden zahlreiche moderne Varianten, die teilweise als Neo-Röhrenhäuser bezeichnet werden. Sie behielten den langen, schmalen Grundriss bei, wurden jedoch höher und zunehmend mit Beton, Glas und modernen Baumaterialien gebaut.

Typischer Aufbau eines vietnamesischen Röhrenhauses

Der genaue Grundriss hängt von der Größe des Grundstücks und den Bedürfnissen der Familie ab. Dennoch besitzen viele Röhrenhäuser eine ähnliche räumliche Organisation.

Der vordere Bereich

Der vordere Teil liegt direkt an der Straße und wird häufig geschäftlich genutzt. In reinen Wohnhäusern befinden sich hier das Wohnzimmer, der Eingangsbereich oder ein Stellplatz für Motorräder.

Da vietnamesische Städte stark vom Motorradverkehr geprägt sind, dient das Erdgeschoss vieler moderner Häuser zugleich als geschützter Abstellplatz.

Der mittlere Bereich

Im Zentrum des Hauses befinden sich häufig:

  • die Treppe;
  • ein Innenhof;
  • ein Lichtschacht;
  • die Küche;
  • ein Essbereich;
  • gemeinschaftlich genutzte Räume.

Ein offener Innenhof unterbricht den langen Grundriss und bringt Tageslicht in das Gebäude.

Der hintere Bereich

Im ruhigeren hinteren Teil liegen oft die Küche, ein Badezimmer, Lagerräume oder private Wohnbereiche.

Bei historischen Häusern konnten sich entlang der gesamten Grundstückstiefe mehrere Baukörper und Innenhöfe abwechseln.

Die oberen Etagen

In modernen Röhrenhäusern befinden sich in den oberen Stockwerken meist Schlafzimmer, Badezimmer und private Familienräume.

Die Dachterrasse wird häufig genutzt als:

  • Trockenplatz für Wäsche;
  • kleiner Garten;
  • Sitzbereich;
  • Platz für Wassertanks;
  • Bereich zum Anbau von Kräutern und Gemüse.

Licht und Belüftung im Röhrenhaus

Die größte architektonische Herausforderung eines Röhrenhauses ist seine Tiefe. Da die Seitenwände meist direkt an die Nachbargebäude grenzen, können dort kaum Fenster eingebaut werden.

Ohne geeignete Lösungen wären die mittleren Räume dunkel, feucht und schlecht belüftet.

Innenhöfe und Lichtschächte

Traditionelle Röhrenhäuser wurden deshalb häufig durch offene Innenhöfe gegliedert. Diese Höfe ermöglichen:

  • den Eintritt von Tageslicht;
  • eine natürliche Luftzirkulation;
  • die Ableitung warmer Luft;
  • eine Verbindung zur Natur;
  • eine räumliche Trennung der Wohnbereiche.

Studien zu historischen Röhrenhäusern zeigen, dass solche Innenhöfe sowohl die Beleuchtung als auch den thermischen Komfort verbessern können.

In modernen Häusern übernimmt häufig ein mehrgeschossiger Lichthof, auf Vietnamesisch giếng trời, diese Funktion.

Moderne architektonische Lösungen

Zeitgenössische Architekten entwickeln neue Lösungen, um Licht und Luft in tiefe Grundstücke zu bringen. Dazu gehören:

  • große vertikale Lufträume;
  • begrünte Innenhöfe;
  • offene Treppenhäuser;
  • Dachfenster;
  • perforierte Fassadenelemente;
  • begrünte Balkone;
  • versetzte Raumebenen.

Ein mehrgeschossiger offener Bereich im Zentrum kann warme Luft nach oben ableiten und gleichzeitig Tageslicht bis in die unteren Etagen bringen.

Vietnamesische Lüftungssteine

Ein weiteres typisches Element sind perforierte Lüftungssteine, die auf Vietnamesisch gạch hoa gió genannt werden.

Sie lassen Luft und gefiltertes Licht in das Haus, während sie gleichzeitig Privatsphäre und Sonnenschutz bieten. Ihre geometrischen oder floralen Muster prägen insbesondere die moderne Architektur Südvietnams.

Solche Fassadenelemente verbinden praktische Klimaanpassung mit dekorativer Gestaltung. Sie wurden zu einem charakteristischen Bestandteil der vietnamesischen Alltagsarchitektur des 20. Jahrhunderts.

Leben mehrerer Generationen unter einem Dach

In Vietnam leben Eltern, erwachsene Kinder und Großeltern häufig im selben Haus oder zumindest in unmittelbarer Nähe zueinander.

Ein mehrstöckiges Röhrenhaus kann dieses Familienmodell erleichtern. Verschiedene Etagen lassen sich unterschiedlichen Generationen oder Familienzweigen zuordnen.

Eine häufige Raumverteilung sieht beispielsweise so aus:

  • Erdgeschoss: Geschäft, Wohnzimmer und Küche;
  • erste Etage: Räume der Eltern oder Großeltern;
  • weitere Etagen: Schlafzimmer der Kinder;
  • oberste Etage: Ahnenaltar, Wäschebereich und Dachterrasse.

Diese Aufteilung ist jedoch keine feste Regel. Sie hängt von der Größe des Hauses, der Familiensituation und der Nutzung des Erdgeschosses ab.

Ältere Familienmitglieder wohnen häufig in einem unteren Stockwerk, damit sie möglichst wenige Treppen benutzen müssen.

Der Ahnenaltar im Röhrenhaus

Die Ahnenverehrung spielt in vielen vietnamesischen Familien eine wichtige Rolle. Daher besitzt auch ein modernes Röhrenhaus häufig einen eigenen Raum oder einen besonderen Bereich für den Ahnenaltar.

Der Altar kann sich im Wohnzimmer befinden. In neueren mehrstöckigen Häusern wird er jedoch häufig in einem ruhigen Raum in der obersten Etage aufgestellt.

Diese Position soll einen würdevollen, sauberen und ungestörten Ort schaffen. Gleichzeitig befindet sich der Altar nicht direkt unter Schlaf- oder Badezimmern.

Die Bedeutung der Treppe

Da sich das Leben auf mehrere Etagen verteilt, gehört die Treppe zu den wichtigsten Elementen eines Röhrenhauses.

Sie verbindet nicht nur die verschiedenen Wohnbereiche, sondern beeinflusst auch die Belüftung und die Raumaufteilung. Häufig wird sie in der Nähe des zentralen Lichtschachts angeordnet.

Bei der Planung berücksichtigen manche Familien außerdem traditionelle Vorstellungen des vietnamesischen Feng Shui. Die Zahl der Treppenstufen wird dabei mit dem symbolischen Kreislauf Geburt – Alter – Krankheit – Tod verbunden.

Viele Hausbesitzer bevorzugen eine Stufenzahl, die symbolisch auf „Geburt“ endet und dadurch Glück, Wachstum und einen guten Neubeginn verkörpern soll.

Dabei handelt es sich um eine kulturelle und spirituelle Vorstellung, nicht um eine technische Bauvorschrift.

Vorteile eines vietnamesischen Röhrenhauses

Das Röhrenhaus bietet mehrere praktische Vorteile.

Gute Nutzung schmaler Grundstücke

Durch den langen Grundriss und mehrere Etagen lässt sich auf kleiner Bodenfläche relativ viel Wohnraum schaffen.

Flexible Raumnutzung

Die verschiedenen Etagen können als Wohnraum, Geschäft, Büro oder Mietbereich genutzt werden.

Direkter Zugang zur Straße

Die Straßenfront ist besonders für Handel und Dienstleistungen von Vorteil.

Geeignet für Großfamilien

Mehrere Generationen können unter einem Dach leben und dennoch teilweise getrennte Bereiche nutzen.

Erweiterungsmöglichkeiten

Je nach Baugenehmigung und Statik können Häuser renoviert, umgestaltet oder vertikal erweitert werden.

Nachteile und Herausforderungen

Trotz seiner Vorteile besitzt das vietnamesische Röhrenhaus auch einige Schwächen.

Wenig natürliches Licht

Räume in der Mitte des Gebäudes erhalten ohne Innenhof oder Lichtschacht nur wenig Tageslicht.

Schwierige Belüftung

Direkt angrenzende Nachbarhäuser verhindern seitliche Fenster und erschweren die natürliche Luftzirkulation.

Viele Treppen

Das tägliche Leben auf mehreren Etagen kann für ältere Menschen, kleine Kinder oder Personen mit eingeschränkter Mobilität unbequem sein.

Begrenzte Fluchtwege

Bei sehr schmalen Häusern mit nur einem Ausgang kann der Brandschutz problematisch sein. Moderne Gebäude benötigen daher sorgfältig geplante Fluchtwege, Rauchabzüge und Brandschutzmaßnahmen.

Hitze in den oberen Etagen

Dach und Fassade können sich bei starker Sonneneinstrahlung deutlich erwärmen. Begrünung, Sonnenschutz, Lüftungssteine und geeignete Materialien helfen, die Hitze zu reduzieren.

Wo kann man traditionelle Röhrenhäuser besichtigen?

In der Altstadt von Hanoi

Die Altstadt von Hanoi ist einer der besten Orte, um historische Röhrenhäuser zu entdecken.

Besonders bekannt ist das traditionelle Haus in der Mã-Mây-Straße. Es vermittelt einen Eindruck davon, wie Händlerfamilien früher in den langen, schmalen Häusern lebten und arbeiteten.

Beim Spaziergang durch die alten Handelsstraßen lassen sich zahlreiche schmale Fassaden, kleine Innenhöfe und kombinierte Wohn- und Geschäftsräume erkennen.

In Ho-Chi-Minh-Stadt

Auch Ho-Chi-Minh-Stadt ist stark durch Röhrenhäuser geprägt. Hier findet man neben einfachen Wohnhäusern zahlreiche moderne Varianten mit farbenfrohen Fassaden, Lüftungssteinen, Balkonen und Dachgärten.

Viele dieser Gebäude verbinden den traditionellen schmalen Grundriss mit Elementen des vietnamesischen Modernismus.

In Hoi An

Die historischen Handelshäuser von Hoi An sind nicht vollständig mit den modernen städtischen Röhrenhäusern gleichzusetzen. Dennoch besitzen viele von ihnen einen ähnlich schmalen und tiefen Grundriss.

Sie verbinden Geschäftsraum, Innenhöfe, Lagerbereiche und private Wohnräume und zeigen, wie eng Handel und Wohnen in vietnamesischen Städten miteinander verbunden waren.

Häufig gestellte Fragen zum vietnamesischen Röhrenhaus

Warum sind vietnamesische Häuser so schmal?

Die schmale Form entstand durch langgezogene Grundstücke entlang wichtiger Handelsstraßen, begrenzte Straßenfronten und die hohe Nachfrage nach zentral gelegenem Bauland. Die häufig erwähnte Fassadensteuer könnte diese Entwicklung zusätzlich beeinflusst haben, war aber wahrscheinlich nicht der einzige Grund.

Warum sind Röhrenhäuser so hoch?

Da die Grundstücke meist schmal sind, wird zusätzlicher Wohnraum durch mehrere Etagen geschaffen. Diese vertikale Bauweise ermöglicht es, Wohnen, Handel und Familienleben auf einer kleinen Grundfläche zu verbinden.

Wie breit ist ein vietnamesisches Röhrenhaus?

Die Maße unterscheiden sich stark. Viele städtische Häuser besitzen nur eine wenige Meter breite Fassade, können jedoch deutlich tiefer und mehrere Stockwerke hoch sein.

Wie erhalten Röhrenhäuser Tageslicht?

Traditionelle Häuser nutzen offene Innenhöfe. Moderne Gebäude verfügen häufig über Lichtschächte, Dachfenster, begrünte Lufträume oder perforierte Fassaden.

Leben mehrere Generationen in einem Röhrenhaus?

Das kommt häufig vor, ist jedoch nicht bei jeder Familie der Fall. Die verschiedenen Etagen ermöglichen eine gewisse Privatsphäre, während Küche, Wohnzimmer und Ahnenaltar gemeinsam genutzt werden können.

Kann das Erdgeschoss als Geschäft genutzt werden?

Ja. Die Verbindung von Wohnen und Arbeiten gehört zu den charakteristischen Eigenschaften vieler vietnamesischer Röhrenhäuser.

Das Röhrenhaus als Symbol urbaner Anpassungsfähigkeit

Das vietnamesische Röhrenhaus ist weit mehr als eine ungewöhnliche schmale Fassade. Es erzählt von der Entwicklung der vietnamesischen Städte, vom traditionellen Handel, vom Zusammenleben mehrerer Generationen und von der kreativen Nutzung begrenzter Flächen.

Ob als historisches Handelshaus in Hanoi oder als moderner mehrstöckiger Bau in Ho-Chi-Minh-Stadt: Das Nhà ống verändert sich ständig und bewahrt dennoch seine charakteristische Grundform.

Wer durch Vietnam reist und genauer auf die Häuser entlang der Straßen achtet, entdeckt darin eine Architektur, die wirtschaftliche Notwendigkeit, Familienleben und kulturelle Tradition auf bemerkenswerte Weise miteinander verbindet.

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